Über mein Motto — und was es wirklich bedeutet.
„Kunst aus Freude“ — das klingt leicht. Fast zu leicht. Als wäre es selbstverständlich. Ist es nicht.
Freude ist kein Zustand, der einfach da ist und auf einen wartet. Zumindest nicht für mich. Freude ist etwas, das ich in meiner Arbeit suche, manchmal auch erkämpfe. Es gibt Tage, an denen das Brett auf dem Tisch liegt und nichts passiert. An denen die Farben stumpf wirken und die Idee, die ich gestern noch gespürt habe, heute nicht mehr da zu sein scheint.
An solchen Tagen gehe ich in den Garten. Oder ich schaue mir ein altes Bild an, das gut geworden ist. Oder ich denke an die Menschen, die in meinen Kursen zum ersten Mal einen Pinsel in die Hand nehmen — mit dieser Mischung aus Scheu und Erwartung im Gesicht — und eine Stunde später anfangen zu lachen, weil etwas auf dem Holz entstanden ist, das sie selbst überrascht.
Das ist es. Das ist der Grund.
Nicht die Ausstellungen, nicht die Auftragsarbeiten — obwohl ich sie liebe. Sondern dieser Moment, in dem jemand merkt: Ich kann das. Ich darf das. Es darf leicht sein.
Wenn euch das anspricht: Ich freue mich auf euch.


